Wo ist heute nicht alles Provinz? Wo ist denn heute keine Provinz? Berlin? Lachhaft! Aber wir sind eindeutig Provinz. Sie werden lachen!
Mittwoch, 2. April 2025
Sonntag, 10. Februar 2013
Rätsel gelöst: Wieso sie nicht abgeschrieben hat
DRR-Parole: Den Kapitalismus überholen, ohne ihn einzuholen. Überlegt man sich, wie das zum Beispiel bei einem 10.000-Meter-Lauf im Stadionrund realisiert werden könnte, muss man einen Regelverstoß einbauen (einfach quer über den Platz laufen). Beim Schreiben einer Dissertation nennt man solche Vorgehensweisen schavanieren. SchavaniererInnen schreiben nicht ab, die lesen etwas und setzen sich dann nach einiger Zeit hin, um aus dem Gedächtnis etwas aufs Papier zu bringen, von dem sie selbst annehmen, es sei auf dem eigenen Mist gewachsen. Im Brustton der Überzeugung können auch Katholik(inn)en dann schwören: Ich habe nicht abgeschrieben. Schavanieren war bis zu den 80ern des vergangenen Jahrhunderts dem Vernehmen nach usus. Doktorväter waren darauf angewiesen, dass wenigsten angegeben wurde, was gelesen worden war. Dann konnten sie die Quelle nachlesen und geklaute Stellen ausfindig machen. Mein Lateinlehrer kam mir nie auf die Schliche, weil ich einen ganz alten Cäsar-Reclam hatte, von meiner Tante, die das gute Stück auch schon antiquarisch erworben hatte. Später, in unserer immer schneller werdenden Zeit konnte man das Gelesene nicht mehr reifen lassen; außerdem verführte der technische Fortschritt zu Neuentwicklungen, die wie das bald verfügbare Guttenplaggen Umwege übers Hirn obsolet machten. Als verhängnisvoll erwies sich aber dann: Nicht nur die Herkunft guttengeplaggter, sondern auch schavanierter Texte konnte kann ausfindig gemacht werden. Das überrascht viele noch immer. Die fragen sich weiterhin: Wie kann etwas, was 33 Jahrre lang nicht aufgefallen war, auf einmal auffliegen? Klar, wenn die Deschavanier-Maschine praktisch nur für Nerds nicht wirklich enigmatisch daherkommt. Kleine Bemerkung am Rande: Jeder Gedanke ist ein elektrischer Impuls. Es gibt bereits Antennen, welche dieses Denken einfangen und entziffern. Ich nenne jetzt hier nicht den Namen eines Dienstes, ich vermeide schon das Denken dieses Namens - weil mein Gedanke bei der Gedanken-Polzei einen Alarm auslösen würde (der Begriff Polzei ist hier absichtlich fehlerhaft geschrieben).
Mittwoch, 23. Januar 2013
Steinle PocketKlassiker Award: Könnte die Marke Neu-Ulm stärken
"Tuttlinger Krähe", "Passauer Scharfrichterbeil", "Niedersächsischer Laupenpieper", "Reinheimer Satirelöwe", "Herbrunner Schlumpeweck", "Münchner Goldene Weißwurscht" - wäre es nicht schön, sich da einreihen zu können mit dem "Neu-Ulmer PocketKlassiker Award"? Und dieser Award wäre in tollster Gesellschaft mit dem "Münchner Kabarett Kaktus", dem "Salzburger Stier" oder dem Bonner "Prix Pantheon" (mehr darüber hier), um nur eine kleine, willkürliche Auswahl unter den Kleinkunstpreisen zu treffen, mit denen andere Städte punkten.
Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE Wettbewerb um den 4. Niedersächsischen Lauben-Pieper (27.- 29.12.2013) Bewerbungsschluß ist der 31.10.2013...
Musical-Talente gesucht! - Jugend kulturell Förderpreis 2013 Musical bis 15. April 2013 bewerben!...
Bundeswettbewerb Gesang Berlin für Musical und Chanson 2013, Anmeldezeitraum: 1. Juni bis 1. September 2013....
Amici Artium Nachwuchswettbewerb für Kabarettisten und Comedy-Talente. Einsendeschluss bis : 30.09.2013...
Euskirchener Kleinkunstpreis ist mit 1111,- Euro dotiert. Jetzt bewerben!...
Bochumer Kleinkunstpreis des Sparkassenfestivals OpenFlair 2013 - bis zum 12.3.2013 bewerben....
5. Festival Fantastika vom 28 - 29 Juni in Freistadt Oberösterreich. Bewerbungsschluß ist der 02. März 2013....
Reinheimer Satirelöwe 2013 - Jetzt bewerben Einsendeschluss ist der 10.04.2013...
6. Herborner Kleinkunstpreis Schlumpeweck Bewerbungsschluss ist der 31. März 2013!...
11. PINNEBERGER KLEINKUNSTFESTIVAL COMEDY & ARTS, 1. & 2. Juni 2013...
10. STRAMU Straßenmusikfestival in Würzburg am Main 06.-08.09.2013 - mit Off-Festival...
20. Lenzburger Gauklerfestival, 15.-18. August 2013...
Swiss Comedy Award 2013 - Die Finalisten! - Interessenten für 2014 können sich jetzt schon registrieren lassen...
Dortmunder Kabarett & Comedy PoKCal 2013 - Bis zum 28.2. bewerben und 5000 Euro gewinnen - Endspiel am 27.04.2013...
Melsunger Kabarett-Wettbewerb, Bewerbungsschluss: Mai 2013...
Förderpreis Goldene Weißwurscht 2013 in München Bewerbung: bis 18.03.2013...
13. Internationaler Wettbewerb der Straßenzauberer vom 02. bis 04. August 2013...
Grenzenlos-Festival 2013 in Augsburg vom 05. bis 16. Juni 2013 Bewerbungsschluss: 31. März 2013...
Tuttlinger Krähe, südwestdt. Kleinkunstpreis, Anmeldungen für den Wettbewerb 2014 (bis 31. Juli 2013)...
Fränkischer Kabarettpreis 2014 in Arnstein - Bewerbungsschluß ist der 01.10.2013...
25. Internationale Kulturbörse Freiburg vom 04.-07.02.2013 - Vorverkauf von Katalog und Tickets hat begonnen...
8. Vohenstraußer KabarettTage - Vohenstraußer Kabarettpreis Bewerbungsschluss ist der 31.01.2013...
Wettbewerb um die St. Ingberter Pfanne. Bis 30.4.2013 anmelden!...
Dienstag, 8. Januar 2013
Der dritte Mann - hat die Schnauze voll
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Publikumslicht aus
Bühnenlicht an
CLARISSA: (hat Mikrophon vor sich, klopft dran, es tut nichts)
Technik, das Mikro geht nicht.
BENJAMIN: Du musst es anschalten, da ist so ein Knopf.
CLARISSA: Waaas? Ich soll selbst ... Das ist doch das Letzte. So,
ich wäre jetzt so weit, können wir endlich?
BENJAMIN: Moment (spielt „I’m an American Woman“ ein)
HEINZ und HANNES (sprinten ins Boot)
CLARISSA: (singt automatisch mit und bricht dann ab)
Das fällt mit jetzt erst auf, das ist der falsche Titel
Außerdem hast Du ihn mittendrin reingespielt.
BENJAMIN: Der Anfang ist ja auch nix. Der geht viel zu lahm los.
LUISE HÄBERLE (unterbricht) Was macht Ihr denn???
(Zu den Männern im Boot) Und: Wieso steht Ihr
denn da?
HEINZ: Du hast gesagt, am Anfang, wenn das Lied kommt, steht Ihr
drei im Boot
LUISE: Ich hatte gesagt: beim Anfangslied. Und das Anfangslied
kommt doch erst, wenn ich mit dem Vorspiel fertig bin.
HEINZ: Ich hatte mich auch schon gewundert, aber wir waren noch
mitten in der Konzentration, da haben wir Musik gehört und
sind losgesprintet.
LUISE: Ihr seid noch gar nicht dran, bevor ich hier so einiges geklärt
habe, geht’s nicht los. Kann ja nicht …
HEINZ: Ach ist das peinlch, hach ist das peinlich
Solo Luise Häberle
Am Ende des Solo:
(vom Band) Lied „Drei Mann in einem Boot“
(Nur zwei Männer im Boot - HEINZ und HANNES)
HEINZ:
Der kommt nicht, hab ich geahnt, war zu erwarten. Deutete sich seit langem an, dass er keinen Bock mehr hat.
Ich hab’s geahnt. Immerzu nach Ulm rüberkucken – wer will das schon. Das Schönste an Neu-Ulm ist der Blick auf Ulm? Was soll denn da schön sein? Häh?
Kuckste rüber, wenn nicht grad Nebel ist, siehste: das Münster, die Altstadt. Eben: Altstadt. Neu-Ulm könnte punkten, vor allem bei vom Sightseeing genervten Männern mit dem Slogan: Bei uns brauchen Sie nicht durch eine Altstadt zu latschen.
Menschen siehst in der Blickhöhe nicht, eben nur die Steine.
Wenn Du den Blick senkst, siehst Du Menschen. Auf der Donauwiese. Aber ob Du die sehen möchtest ..
Und dann guckst noch weiter runter auf die Donau – von wegen blau.
Und demnächst sieht man im Vordergrund auf Neu-Ulmer Seite noch ein Brückenhaus. Bruggerhaus. Superteure Wohnungen in Stockwerk vier und fünf. Wer hat das Geld? Bar? Griechen und Spanier. Ja echt! Berlin haben sie schon halb aufgekauft. Die machen dann alle den Zumwinkel – nur hier, bei uns, nicht in Liechtenstein.
Gottseidank haben wir ja den Tunnelblick, wir Männer. Da sehen wir nimmer nur einen schmalen Ausschnitt. In den passt gerade das Münster. Wir müssen ja immer, wenn wir mehr sehen wollen als den schmalen Tunnel, den ganzen Kopf drehen. Wenn wir, wie die Frauen, so ne Art Panoramablick hätten, dann würden wir zwar nicht mehr so schnell dabei erwischt, dass wir ne Blondine in Visier nehmen, aber wenn wir nach Ulm gucken, hätten wir auch das ganze Elend rechts und links vom Brückenhaus gleichzeitig im Blick. Was da im jetzt zu Ende gehenden Jahr alles abgerissen wurde und in nächster Zeit noch abgerissen wird … Mannomann.
Und dann kommen da auch so teure Wohnungen hin. Und da kaufen sich lauter Stuttgarter ein. Weil sie von hier aus schneller mit der Bahn in derc Stuttgarter City sind als mit dem Auto vom Killesberg runter.
Apropos Neu-Ulmer Bahnhof. Riskieren wir doch mal nen Blick rückwärts. Vom Bahnhof siehste nix. Ein Manta-Bahnhof: tiefer gelegt, Stuttgart 21 en miniature. Aber so Plattenbauten, Studenten-Schließfächer. Und davor siehste – auch nix. Da sollte schon vor ziemlich langer Zeit ein Shoppingcenter gebaut werden. Die Glacis-Galerie.
Die hat viel mit dem Weltuntergang gemeinsam. Der kam auch nicht.
Beim Rückwärtsgucken könnte man ja mal den Blick nach halblinks unten schweifen lassen, auf die Rathausschreibtische und da könnte man Geheimpläne entdecken: zum Beispiel für einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Brückenhauses. Für die Spanier und Griechen, die doch nicht über die B 10 anreisen wollen.
Neu-Ulm, das ist schwierig. Zwar hatte der Märchenkönig vor knapp 150 Jahren Neu-Ulm das Stadtrecht verliehen. Ja, der schräge Ludwig zwo. Irgendwie kam er aber nicht dazu, hier son Schloss zu bauen. Son Neu-Schwanstein zwei. Das wär doch der Hammer gewesen. Da hätten die Ulmer einpacken können mit ihrem antiquierten Münster. Da wären nicht bloß Griechen und Spanier nach Neu-Ulm gekommen, nein, vor allem auch Japaner und Amis hätten ihr Geld hier liegen lassen. Bei Korb & Rattan Neher oder in der Schmucktruhe Reh neben Geydam-Gnamm.
Wäre ja dringend notwendig gewesen, wenn die ganze Chose hätte was werden sollen. Das bayerische Zonenrandgebiet zu Württemberg war ja eigentlich die Viehweide der Ulmer. Irgendwie kommt man nicht von dem Image los. Damals hatten ja Pfuhl und Offenhausen mehr zu bieten. Im Bereich der heutigen Innenstadt Neu-Ulms wohnten bei der Teilung durch Napoleon gerade mal drei behauste Familien. Das ist noch gar nicht sooo lange her, 200 Jahre. Man konnte damals schon voraussagen: Das wird nix, ohne ein Linderhof oder wenigstens einen Inhofer. Meinetwegen auch ein ein H & M oder ein Saturn.
Also ehrlich, wir in unserem Boot tun besser dran, wieder in die alte Richtung zu peilen, auch wenn es dann so aussieht, als ginge uns Neu-Ulm am Arsch vorbei. Aber letztens hat einer gesagt: Neu-Ulm sei doppelt so groß wie der Friedhof von Chicago, aber nur halb so lebendig. Auf dem Friedhof von Chicago wird auch sicher in einer Woche mehr Jazz gespielt als in Neu-Ulm in den letzten 20 Jahren. Hier kommt aber jetzt „All that Jazz“ aus dem Musical Chicago.
CLARISSA: Lied „All that Jazz“
Montag, 7. Januar 2013
3 Männer im Boot: Null Bock, immer nach Ulm zu starren
"Drei Männer im Boot" ist wieder eine Eigenproduktion, Marke Theater Neu-Ulm, erfreulich, pfiffig, witzig und ironisch. Ausgelöst durch die Weltuntergangs-Spinnerei und getragen von Optimismus ("Hurra, wir leben noch!") ...
In dieser Show wird das Publikum mit ins Boot genommen, bekommt den Über- und Durchblick - so wie sie ihn haben, die berühmten "Drei Männer im Boot" von Edwin Scharff da auf der hohen Stele auf dem Neu-Ulmer Rathausplatz. Da kommt der Blick auf Neu-Ulm nicht zu kurz -… auch wenn Edwin Scharff den heute noch gern zitierten, spöttischen Satz geprägt hat: "Das Schönste an Neu-Ulm ist der Blick auf Ulm." Dieser Satz ist übrigens schon hundert Jahre alt. Und seitdem hat sich doch einiges geändert - oder?
Mittwoch, 28. November 2012
Weiblich, jung, flexibel - Foyer-Treff mit Felicitas Pommerening
Felicitas Pommerening ist als Buchautorin eine Debütantin - ihr erstes Buch heißt: "Weiblich, jung, flexibel", Untertitel: "Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst." (Verlag Herder. Freiburg 2012)
Das macht doch neugierig.Termin: Donnerstag, 6. Dezember 2012 um 20 Uhr im Theater Neu-Ulm Lageplan. Gefragt, wen ihr Buch besonders anspricht, sagt die Autorin:"Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen (Studenten, junge Menschen nach dem Abschluss), und gerade ihre erste Berufserfahrung machen oder sich in einer Phase beruflicher Neuorientierung befinden (junge Eltern, Frauen nach einer längeren Kinderpause etc.). Und da ich eine Frau bin und von zwei Frauen erzähle, spricht das Buch vor allem Frauen an."
"Herz im Gepäck" - ein Publikumsrenner?
Die Ulmer Südwest Presse schreibt dazu unter der Überschrift "Manhattan am Donaucenter" diesen Artikel. Um das oben formulierte Ziel zu erreichen, trifft sich das Ensemble vor dem letzten Tag vor den nächsten drei Vorstellungen für ein Feintuning. Vor allem der erste Akt wird noch aufpoliert.
Die Besonderheit in diesem Winter: Das Stück wird mehrmals auch sonntags gezeigt, Beginn: um 17 Uhr ! Termine findet man im Spielplan..Man kann zum Stück eine Bilderschau oder auch dieses Facebook-Album betrachten. Karten unter 0731 55 34 12oder über die jeweils zum Spieltermin gehörenden Bestell-Buttons im Spielplan.
Sonntag, 11. November 2012
Sonntag, 4. November 2012
"Haus, Frauen, Sex" kommt an
Samstag, 27. Oktober 2012
Schwarm und Intelligenz - Antagonisten
Alles sollte man mal mindestens eine zeittlang ruhen lassen oder eine zeitlang mindestens ruhen lassen oder auch ganz (ruhen) lassen. Ich hab das so mit Wikipedia gehalten. Da ist nicht viel von Schwarm-"Intelligenz".
Überhaupt: Schwarm, Masse(n), crowd, Quantitäten, hohe Quoten - da droht der art jedweder Art der Tod, insbesondere, wenn sie zeitgenössisch, aktuell, womöglich experimentell ist. Wohl dem, der autonom machen kann, was ihm gut tut, und nicht darauf achten muss, was anderen gefällt.
Meine Daumenzahl: Wo mehr als 50 Menschen zu einer Ausstellung, Lesung, Theatervorstellung, zu einem Konzert kommen sollen, ist Kunst (die essentielle Fragen neu stellt) nicht intendiert. Alles Streben nach mehr ZuschauerInnen, HörerInnen, LeserInnen impliziert das Akzeptieren des Heteronomen.
Sonntag, 23. September 2012
Der Start - Gelungen!
Das neue Theater Neu-Ulm am "Theaterplatz" ist eröffnet worden mit einem sehr, sehr schönen Fest, zu dessen Gelingen viele beigetragen haben. Zwei Tage danach traf eine Mail ein, die sehr erfreut hat:
"Hallo Claudia Riese und Heinz Koch,
zunächt möchte ich ihnen großes Lob für den gelungenen Ausbau des Theater Neu-Ulm aussprechen.
Sie haben es tatsächlich geschafft, das tolle Theaterflair der alten Spielstätte in die neuen Räume mitzunehmen.
Ebenfalls bedanken möchte ich mich für den tollen Abend am Freitag.
Machen sie weiter so und bleiben sie so, wie sie sind."
Im Gästebuch, welches am Eröffnungsabend auslag, finden sich rund ein Dutzend Einträge, von denen wir hier drei widergeben (die hier nicht Veröffentlichten sind reine Glückwünsche):
- "Ein vielversprechender Anfang! Toi, toi, toi"
- "Das habt Ihr toll gemacht!"
- "Herzlichen Glückwunsch zu den neuen Räumen! Ein ganz tolles neues altes AuGuSTheater! Wir wünschen Euch weiterhin begeisterte Gäste und / oder Publikum, immer ein gutes Händchen bei der Auswahl der Stücke und nicht zuletzt viel Spaß bei der Arbeit."
Sonntag, 16. September 2012
Auf ein Neues (Theater Neu-Ulm)
Diese Woche Freitag, am 21. September geht es im neuen Theater los - mit einem Fest in vier Akten. Es wird knallvoll sein zum Auftakt. Besonders bei schlechtem Wetter. Allerdings können wir ja nach nebenan ausweichen, in die "Temporäre SteinleGalerie". Dort ist am Freitag um 19 Uhr die Vernissage vom "koch-art.eu - objekte und Tafelbilder" des Mülheimer Künstlers Helmut Koch. Und dann kommt ein Wahnsinns-Quartal, mit einem Wahnsinns-Spielplan. Da hoffen wir Euch mehrfach im Theater zu treffen. Mit "Männergespräche" geht es am 22. September los. Heinz Koch hat da Premiere, weil er im Stück die Rolle des Sebastian übernommen hat. Mit fröhlichen Grüßen
Claudia Riese und Heinz Koch Theater Neu-Ulm
- Theaterdirektion -
Ein neues Theater wird eröffnet
Künstler-Duo wirft alles in die Waagschale
21.09.2012 17:00 Uhr
Männergespräche
Komödie von Morten Feldmann
22.09.2012 20:00 Uhr
28.09.2012 20:00 Uhr
29.09.2012 20:00 Uhr
02.10.2012 20:00 Uhr
05.10.2012 20:00 Uhr
06.10.2012 20:00 Uhr
26.10.2012 20:00 Uhr
27.10.2012 20:00 Uhr
Herr Hämmerle - Der König von Bempflingen
Bernd Kohlhepp mit seiner Paraderolle Gast des Monats September
27.09.2012 20:00 Uhr
Musik mit maximal 3 - Unter einem Stern
Lyrik und Jazz
11.10.2012 20:00 Uhr
Die Frau seines Lebens
Komisches Monodrama von Boris Pfeiffer und Felix Huby
12.10.2012 20:00 Uhr
13.10.2012 20:00 Uhr
19.10.2012 20:00 Uhr
20.10.2012 20:00 Uhr
Die Frau seines Lebens
Komisches Monodrama von Boris Pfeiffer und Felix Huby
14.10.2012 19:00 Uhr
Start des Kartenverkaufs für Silvester
Alle Silvesterkarten nur im Vorverkauf
17.10.2012 11:00 Uhr
Neu-Ulmer Treff - Oktober
2019 im Blick - 150 Jahre Stadt Neu-Ulm
18.10.2012 20:00 Uhr
face-to-face.books - Oliver Bendel
Autoren im Gespräch
25.10.2012 20:00 Uhr
Haus, Frauen, Sex
Mono-Drama von Margit Schreiner
02.11.2012 20:00 Uhr
03.11.2012 20:00 Uhr
08.11.2012 20:00 Uhr
09.11.2012 20:00 Uhr
17.11.2012 20:00 Uhr
08.12.2012 20:00 Uhr
15.12.2012 20:00 Uhr
16.12.2012 17:00 Uhr
Musik mit maximal 3 - Adern im Jadestein
Taoistische Geschichten
10.11.2012 20:00 Uhr
Willi Schäxpiers wilde Weiber
von Harald Helfrich, Isabella Leicht und Dorothee Jordan
11.11.2012 17:00 Uhr
18.11.2012 17:00 Uhr
Ein Herz im Gepäck
Komödie von Sam Bobrick
23.11.2012 20:00 Uhr
24.11.2012 20:00 Uhr
30.11.2012 20:00 Uhr
01.12.2012 20:00 Uhr
02.12.2012 17:00 Uhr
07.12.2012 20:00 Uhr
09.12.2012 17:00 Uhr
13.12.2012 20:00 Uhr
14.12.2012 20:00 Uhr
21.12.2012 20:00 Uhr
22.12.2012 20:00 Uhr
25.12.2012 20:00 Uhr
30.12.2012 17:00 Uhr
face-to-face.books - Peter Reuter
Autoren im Gespräch
25.11.2012 17:00 Uhr
face-to-face.books - Felicitas Pommerening
Autoren im Gespräch
06.12.2012 20:00 Uhr
Show zum Jahreswechsel im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm
31.12.2012 19:00 Uhr
Freitag, 31. August 2012
Herr Hämmerle holt Steinle PocketKlassiker Award ab
"Gast des Monats September 12" im Theater Neu-Ulm ist der TV-bekannte Top-Mime Bernd Kohlhepp. Das hat seinen besonderen Grund. Er hatte im Frühjahr beim "1. Neu-Ulm PocketKlassiker-Festival" den "Steinle PocketKlassiker Award" erspielt. Nun kommt er am Donnerstag, 27. September ins brandneue Domizil des Theater Neu-Ulm zum Gastpiel mit seinem Best-Of-Programm "Herr Hämmerle - Der König von Bempflingen" (Karten), um bei der Gelegenheit auch seine Trophäe entgegen zu nehmen, die in Anweseheit des Stifters Günter Steinle und des Gestalters Felix Burgel von Katja Steinle überreicht werden wird.
Herr Hämmerle ist der selbst ernannte König von Bempflingen. Er gibt überall, wo es um die Wurst geht, seinen Senf dazu. Er singt, tanzt und charmiert und improvisiert, dass sich die Balken biegen. "Im KÖNIG VON BEMPFLINGEN spielt Bernd Kohlhepp das Beste von heute und das Neueste von Morgen. Er trifft den Nagel auf den Punkt und den Apfel auf den Kopf. Höhepunkt des Abends: das Spontangedicht. Ein Komödiant, ein Harlekin, ein Schelm, bei dem jede Geste sitzt, nicht nur sitzt, sondern verschmitzt das Lacheln kitzelt." So die Stuttgarter ZeitungUnd das schreibt die Böblinger Zeitung "Köstlich, wie er den Körper als Requisite nutzt, rein gestisch und mimisch ein Garagentor öffnet und schließt. Köstlich auch das Stegreifspiel: Improvisation und Provokation - auch im ständigen Dialog mit dem Publikum."
Zur Vorgeschichte
Jede der acht Produktionen des "1. Neu-Ulm PocketKlassiker-Festivals", die alle ihre ganz besondere Eigenart hatten, hätte auch mit einem Preis belobigt werden können, es ragte dann aber doch heraus: “Schiller. Die Räuber oder so…” von und mit Bernd Kohlhepp.
Bestechend:Das Schillersche Werk wird – hervorragend dramaturgisch bearbeitet – inhaltlich klar vorgestellt.
Immer wieder werden längere Passagen des Klassikers in der dem Dichter und seiner Sprache absolut gerecht werdenden Art und Weise mit großem darstellerischen Können geboten. Improvisationskunst und kabarettistische Versiertheit bringen in richtiger Dosierung Erlebnis-Mehrwert erster Güte. Jede Figur ist ständig erkennbar eindeutig charakterisiert. Besonders imponiert der perfekte Wechsel zwischen seriöser Rolle und knitzem Impro-Spiel. Bühnenbild und Requisite sind aufs Mindestmaß reduziert, wobei Kohlhepps zeichnerische Fähigkeiten ganze Maler- und sonstige Theater-Werkstätten ersetzen. Das Jury-Urteil einhellig: Bernd Kohlhepp und sein “Schiller. Die Räuber oder so …” – das ist ganz große Kleinkunst, ist schlicht genial.
Bernd Kohlhepp wird der “Steinle PocketKlassiker Award 2012″ zuerkannt. Die Jury: Angélique Duvier (Schauspielerin und Regisseurin), Renate Koch (absolut erfahrene Theaterbesucherin), Stephan Salzmann (Vorsitzender der mitausrichtenden bürgerschaftlichen Initiative “Wir in Neu-Ulm”), Timo Schmidt (Schauspiel- und Regie-Student). Da Bernd Kohlhepp wegen einer Premiere in Stuttgart nicht am letzten Festival-Tag nach Neu-Ulm kommen und den Award entgegen nehmen konnte konnte, übersandte er eine Video-Botschaft und versprach, im Herbst alles nachzuholen. Er spielt aber auf den Wunsch der Neu-Ulmer Theatermacher und PocketKlassiker-Festival-Erfinder sein "Herr Hämmerle - Der König von Bempflingen", weil dann auch die eine Chance haben, ihn neu zu erleben, die seine "Räuber" gesehen hatten. Der vom Ulmer Künstler Felix Burgel gestaltete “Steinle PocketKlassiker Award” wurde gestiftet von Günter Steinle (Wohnbau Steinle, Neu-Ulm). Der Stifter hat die Absicht, diesen Award zu begleiten, das heißt: bei Neuauflagen des Festivals (gedacht ist an eine Biennale) immer wieder als Sponsor des “Steinle PocketKlassiker Award” aufzutreten. Und Steinle hat die Absicht, den Preis in Zukunft auch zusätzlich zu dotieren.
Kontakt
Theater Neu-Ulm
Spielstätte: Theaterplatz (Hermann-Köhl-Straße 1 - 5)
89231 Neu-Ulm
Telefon: (0731) 55 34 12
Tickets: 0731 55 34 12
Freitag, 17. August 2012
Die Fassade ist gerichtet
- Artikel in der Südwest Presse
- Programmvorschau in der Südwest Presse
- Schwäbische Zeitung: http://bit.ly/MBWXcM
- Neu-Ulmer Zeitung (I): http://bit.ly/R6NoDt
Freitag, 10. August 2012
Düsseldorf: Millionen für die Hochkultur, Groschen für die Off-Szene
Als ich im Dezember 2011 frisch hierher gezogen bin, lief gerade die „Dein Düsseldorf“-Kampagne der Stadt. Darin hieß es „Düsseldorf ist Altstadt und Altbier, schickimicki und oberflächlich, spießig und langweilig – wirklich? Alles nur Klischees. Düsseldorf ist viel mehr!“ Das ist richtig. Düsseldorf i
Düsseldorf ist überall! Als wir nach Neu-Ulm gingen, hatte das gerade mit 600.000 Euro Pleite gegangene Theater allein von der Stadt 280.000 D-Mark Subvention bekommen (was offenbar nicht ausreichte). Wir bekamen in den zwei Anfangsjahren erst einmal gar nichts, weil man sehen wollte, "was die Neues bringen".
Neues? Ohne Unterstützung? Wie viel Publikum will denn Neues? Ob Rock oder Klassik - alle wollenbei Konzerten immer die alten Schinken hören, neue Kunst im Museum ist Minderheitenprogramm, und im Theater? Keine Experimente!
Wir haben den Spagat geschafft: ein Drittel weniger Subventionen als die Vorgänger, keine Pleite und einiges Neue gewagt. Aber so richtig toll Theatermachen - is nich! Will man vielleicht auch nicht ????
Jetzt bauen wir ne neue Hütte. Ein Abenteuer allererster Güte.
Samstag, 28. Juli 2012
Gemeinschaftlich gestemmte, tolle Aktion amtlich anerkannt
“Wir in Neu-Ulm” (W.I.N.) ist ein(er der) Gewinner beim Wettbewerb um den “6. Stadtmarketing Preis Bayern”. Zwar reichte es im ersten Anlauf noch nicht, einen Pokal mit nach Hause zu nehmen. Aber: Die von vielen Neu-Ulmerinnen und Neu-Ulmern gemeinschaftlich entwickelte und realisierte tolle W.I.N.-Aktion wurde durch die Nominierung anerkannt und auch beim Vergabe-Festakt mit Lob überschüttet.
Die Initiatoren dieses Preises, allen voran das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, vertreten durch die Staatssekretärin Katja Hessel, verlangten beim Festakt im Ludwig-Erhardt-Festsaal des Ministeriums von den Neu-Ulmern: “Beim nächsten Wettbewerb müsst Ihr wieder einreichen. Eine so potente Bewerberin, der erst nach langer hitziger Jury-Diskussion hinter Amberg zurückstehen musste, darf beim nächsten Mal keinesfalls fehlen”, hieß es. Und Juror Rolf Pangels (Galeria Kaufhof GmbH aus Köln), der auch die Laudatio für die drei in der Kategorie “Stadtgröße 30.000 bis 70.000 Einwohner” hielt, sagte bei dieser Gelegenheit: “Ihr habt soviel Potential, das darf nicht ungenutzt bleiben.” Wörtlich sagte er in seiner Laudatio:“In Neu-Ulm herrscht Aufbruchstimmung! Die Energie, die Begeisterung, Projekte im Sinne des Stadtmarketings anzupacken und erfolgreich auf den Weg zu bringen, beeindruckte die Jury sehr. Wir sind sicher, sie stehen hier nicht das letzte Mal auf der Bühne, denn wer nach so kurzer Zeit schon überlegen muss, welches gelungene Projekt man beim Stadtmarketingpreis überhaupt einreicht, von dem wird man noch viel hören in den nächsten Jahren. Ihr Neu-Ulm Kalender überzeugt mit der geglückten Vernetzung verschiedener Ansätz: Steigerung der Identifikation der Bürger durch Fotowettbewerb und wöchentliche Verlosungen sowie Schaffung eines hochwertigen Mittels zur Eigenwerbung und Kundenbindung für die Geschäftswelt”. W.I.N.-Vorsitzender Heinz Koch: "Das können wir uns doch hinter den Spiegel stecken. Genau wie die vielen anerkennenden Worte für unsere Präsentation des Projektes." (Die war am 3. Juli, siehe blog-post Acht Fragen, acht Antworten – Beste Argumente). “Euer begeisternder Auftritt hatte sich ja in weniger als einer Stunde bis in die entlegendsten Landstriche Bayerns rumgesprochen”, übertrieb Klaus Stieringer, einer der erfolgreichsten Citymanager, der für sein Bamberg auch diesmal wieder den Pokal in der Kategorie "Städte über 70.000 Einwohner" mitnehmen durfte. Eines der Projekte, die “Wir in Neu-Ulm” noch im Köcher hat und das vom Laudator Pangels angesprochen worden war, ist der “Neu-Ulm Jahreskalender 2013 – Die 12 Stadtteile”. Dazu wird in den nächsten Tagen der Fotowettbewerb ausgeschrieben, werden wieder “Paten” für die Glücksmontage gesucht. Er wird dann pünktlich zu Ende November vorliegen, um als Präsent zu Weihnachten und zum Jahreswechsel dienen zu können. Einen Teil der in diesem Zusammenhang anfallenden Arbeit wird der oder die in den nächsten zwei, drei Wochen aus den Bewerbungen herausgefundene Citymanager(in) übernehmen. Das Ergebnis des "6. Stadtmarketingpreis Bayern" ansonsten kann man hier ansehen.