Nu hab ich schon reichlich lange in Sachen blog geschludert. Anders gesagt: Verdamp lang her seit dem letzten posting. Gründe gab es viele. Geschrieben hab ich jede Menge, aber nicht im blog. Auch jetzt ist viel zu tun. Zum Beispiel müssen Anträge gestellt werden im Zusammenhang mit dem "1. Neu-Ulm PocketKlassiker-Festival". Deswegen sag ich gleich wieder Ciao, verabschiede mich diesmal allerdings nicht für lange Zeit. In Kürze kommt ein Eintrag (Beitrag) zum Thema "Lachen".
Wo ist heute nicht alles Provinz? Wo ist denn heute keine Provinz? Berlin? Lachhaft! Aber wir sind eindeutig Provinz. Sie werden lachen!
Samstag, 15. Oktober 2011
Montag, 12. September 2011
Stand der Dinge in Sachen Pocket-Klassiker Festival
Eine Übersicht über den augenblicklichen Stand der Dinge:
Nachdem ich alle prinzipiellen Zusagen und einige feste Terminabsprachen habe, stellt sich die Situation zum "1. Neu-Ulm Pocket-Klassiker-Festival" so dar:
| Datum | Ort | Titel | Akteur(e) |
| Do 15. 03. | AuGuSTheater | Opening-Fest | Hubert Burghardt; AuGuSTheater Neu-Ulm |
| Fr 16. 03. | Orange Hotel ? | "Der Widerspenstigen Zähmung" | Bernd Lafrenz... |
| Sa 17. 03. | ... | ||
| So 18. 03. | ... | ||
| Mo 19. 03. | off-Tag | -- | ... |
| Di 20. 03. | freie Verfügung | -- | ... |
| Mi 21. 03. | ... | ||
| Do 22. 03. | Barfüsser ? | "Hamlet 4 You" | s'ensemble-Theater... |
| Fr 23. 03. | AuGuSTheater | Don Giovanni à trois | Michael Quast, Sabine Fischmann, Theodore Ganger (Klavier) ... |
| Sa 24. 03. | ... | ||
| So 25. 03. | AuGuSTheater | Abschluss des Pocket-Klassiker Festivals | AuGuSTheater, Preisträger, Preissponsor |
Termine müssen jetzt noch gefunden werden mit:
- Bernd Kohlhepp ("Die Räuber", Vorschlag des Veranstalters: 24. März),
- Karl-Heinz Helmschrot ("Fasst Faust", Termin muss noch fixiert werden),
Gesucht wird noch eine Impro-Theater-Gruppe, welche ein Langformat zum Thema Klassiker spielen kann. Ich denke da zum Beispiel an "Isar 148" (München).
Die noch frei bleibenden Abende übernimmt das AuGuSTheater Neu-Ulm (mit den beiden Produktionen "fast Faust" und "Willis wilde Weiber").
Beim "1.Neu-Ulm Pocket-Klassiker Festival" wird ein Pocket-Klassiker-König gekürt, eben ein "Pocket-Klassiker Award" vergeben. Über die Vergabe entscheidet eine Jury.
Seit heute steht fest: Die Preis-Skulptur wird vom einschlägig auffällig gewordenen Felix Burgel (Ulm) entworfen und realisiert. "Jüngster" Träger eines "Burgel" ist kein Geringerer als John Malkovich - er erhielt beim diesjährigen Münchener Filmfest den von Burgel gestalteten "CineMerit Award", gesponsert von Audi. Der Preis heißt also korrekt "Audi CineMerit Award".
Wer sich nun Meriten verdienen und als Namensgeber für "Pocket-Klassiker Award" auftreten will, muss das Künstler-Honorar übernehmen.
Sonntag, 4. September 2011
Jetzt steigt das Fieber - neue Spielzeit reizt
Das aufregendste Projekt ist das "1. Neu-Ulmer Pocket Klassiker Festival".
Jetzt aber steht der Start in die neue Spielzeit unmittelbar bevor. Am Freitag, 16. September starten wir mit "fast Faust" von Albert Frank. Und gleich am nächsten Tag (Samstag, 17. September) beteiligen wir uns am Marathon "Kulturnacht Ulm / Neu-Ulm".
All diese Aussichten machen fiebrig auf eine reizende Spielzeit (die auch sonst nocht manches zu bieten haben wird). Wer am Ball bleiben will, folgt uns auf dem Twitter-account "TheaterNews4U" oder und klickt "Gefällt mir" auf unserer Facebook-page.
Montag, 29. August 2011
Bart und Zöpfe ab: Pocket-Klassiker-Biennale
Pocket-Klassiker Biennale.
"Klassiker ohne Zopf und Bart".
Unser AuGuSTheater Neu-Ulm (Außergewöhnliches Goethe und Schiller Theater) spielt derzeit "fast Faust" (den Goethe-Klassiker als geistvollen, aber sehr humorigen geistigen Schnellimbiss), hat schon gespielt "Hamlet 4 U" (den ollen Shakespeare bearbeitet vom gebürtigen Ulmer Sebastian Seidel) und auch die Schillerschen "Die Räuber" (in einer Version für 4H und 1D, die es auch noch schlanker gibt für 2H und 1D).
Man kann die Ergebnisse in unserem Archiv angucken.
Es wird ein "Neu-Ulmer Pocket-Klassiker-Festival" sein. Signale für Sponsoring und weiteres Engegament kommen aus den verschiedensten Ecken. Auch die Stadt steht dahinter.
Zum Festival an sich ein paar Infos, die den Stand der Dinge (29. August 2011) wiedergeben:
Das Festival in Neu-Ulm ist geplant vom 15. bis 24. März 2012.
Außerdem wird ein Publikumspreis vergeben.
Mein Traum ist: Ich gewinne für jeden Abend einen Sponsor, welcher die Gage des Künstlers / des Ensembles übernimmt. Jeder dieser Sponsoren bekommt als Gegenleistung 40 Karten zur Verfügung gestellt für den Abend, den er sponsoriert. Die Karten kosten 25 Euro.
Besonderheiten:
Der Opening-Abend ist ein "WIN"-Fest, an dem die Mitglieder grundsätzlich (mit zwei Personen) freien Eintritt haben, aber eine Spende zahlen können (nicht: müssen) - Voraussetzung: "WIN" übernimmt die Honorar-Kosten für diesen Eröffnungsabend, die durch eingegangene Spenden nicht gedeckt sind.
Die nicht durch die Sponsoren beanspruchten Eintrittskarten für die sieben Shows sind im freien Verkauf zu haben.
Weitere Ideen sind möglich.
Mittwoch, 24. August 2011
Macht Loriot seine Drohung wahr?
„Liebe Evelyn, Dein Timing war immer perfekt, nur heute hast Du die Reihenfolge nicht eingehalten."
Und dann hatte er gedroht: "Na warte!"
Immerhin fast vier Jahre musste sie warten - ob er ihr jetzt den Kopf wäscht, Perfektionist der er war. Vor allem in Sachen Timing!
Über das Komische hat er mal gesagt:
"Es gibt natürlich die Tendenz bei Kritikern des Komischen, ein Komiker müsse auch immer eine tragische Figur sein - der traurige Clown. Das ist deutsch. Ein Engländer würde darauf nie kommen. Für den ist das Komische so bedeutend und wichtig, daß er froh ist, wenn einer komisch sein kann. In Deutschland wird er erst wichtig, wenn man dem Komiker auch seine tragische Seite nachweisen kann.Wer Loriot im Theater spielte, wurde bespöttelt.
Ich werde oft gefragt, ob man in Deutschland weniger Humor hat als anderswo in der Welt. Da ist mir neulich sehr übel mitgespielt worden. Bei einem Fernsehinterview habe ich gesagt: 'Natürlich haben die Deutschen genau soviel Humor wie jedes andere Volk auch ...' Den Rest haben sie abgeschnitten. Aber jetzt kam leider erst die Hauptsache des Satzes, nämlich: '... nur ordnen sie das Komische auf ihrer Wertskala ganz woanders ein. Der Komiker ist ganz weit unten. Die Tragödie ist ganz oben.' "
Das hat nachgelassen: Inzwischen nahmen sich große Bühnen in prominenter Besetzung der Loriot-Szenen an, so Gunnar Möller und Christiane Hammacher am Schiller-Theater in Berlin - als Gastspiel einer Produktion der Komödie im Bayrischen Hof (München). Ja, Loriots Dramatische Werke haben regelrecht die deutschsprachigen Theater-Bühnen erobert: Seine "Szenen" waren in der Spielzeit 06 / 07 laut der Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins in der Liste der Werke mit den höchsten Aufführungszahlen an siebter Stelle. 48 222 Menschen hatten die fünf-Minuten-Dramen in 17 Inszenierungen mit 442 Aufführungen gesehen. (Da waren die Zahlen des Theater Neu-Ulm noch nicht einmal dabei, weil wir wegen der Überbürdung im bürokratischen Bereich für diese Statistik nicht gemeldet hatten.) Das, und die Anteilnahme an seinem Tod in diesen Tagen lassen vermuten, dass das Komische in der Werteskala weiter nach oben gerutscht ist.
Die Kunstfigur Loriot war (ist) verdammt politisch.
In der ARD-Reihe Deutschland, deine Künstler (Autorin Claudia Müller) wird deutlich: Die Kunstfigur Loriot war verdammt politisch. In einem besonderen Sinne. Pressemitteilung ARD: "Die Autorin erklärt ..., was die außergewöhnliche Kunstfigur Loriot gesellschaftlich so bedeutend macht: Ihr Werk sei zeitlos, weil es vollkommen ist. Weil Loriots Humor so 'liebevoll' und 'fein-geistig' ist. Weil er uns unsere eigenen Unzulänglichkeiten vor Augen hält, wie etwa unsere Unfähigkeit, miteinander zu kommunizieren oder die radikalen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Ferner hat Loriot mit wachem Blick das Verhalten von Politikern und anderen Machtmenschen geschickt entlarvt und kleinbürgerliche Ordnungsprinzipien ad absurdum geführt."
Noch ein wenig Theorie
Allen, die noch etwas Theorie brauchen, dürfen wir hier die Fundamentalsätze des Großmeisters des hintersinnigen Humors (denn es in Deutschland ja angeblich gar nicht gibt) reichen, ordentlich zitiert, mit Fußnote (Quellen-Angabe):
„Dramatische Werke soll es seit etwa zweitausendfünfhundert Jahren geben. Das kann stimmen, es gab in Berlin schon Theateraufführungen, als ich noch Kind war. Man spielte damals Stücke von Shakespeare, Molière, Lessing, Goethe, Schiller, Kleist, Ibsen, Strindberg, Hauptmann und ähnliches. Heute sind die genannten Autoren unbekannt und ihre Werke in Vergessenheit geraten. Das Publikum ist anspruchsvoller geworden. Es erwartet die dramatische Verarbeitung von Problemen aus dem eigenen Lebensbereich.Ammerland, im Sommer 1981 / Aus Loriots Dramatische Werke, Diogenes Verlag 1981
Infolge mannigfaltiger Belastungen durch Beruf, Familie und Freizeit ist der moderne Mensch jedoch kaum noch imstande, sich auf ein mehrstündiges Bühnenwerk zu konzentrieren. Aus diesem Grunde überschreitet so gut wie keines meiner Dramen eine Länge von fünf Minuten. Damit sind sie dem biologischen Rhythmus von Menschen und weißen Mäusen angepasst.“
Donnerstag, 28. Juli 2011
Ach je - oh je (mine)
Wenn man die Presseschau des Deutschen Bühnenvereins so liest, zweifelt man, ob man üüüberhaupt Theater macht, obwohl man seit Jahrzehnten Theater macht und spielt und inszeniert und davon lebt und überlebt.
Donnerstag, 7. Juli 2011
Enormer Rückenwind
So heißt es in diesem Jahr vier mal "Grüner Salon" (beispielsweise am 12. Juni), bei dem Ekin Deligoez, stellvertretende Vorsitzende der "Grüne / Bündnis 90"-Fraktion im Bundestag, jedesmal als Moderatorin aktueller Gesprächsrunden mit anderen prominenten Experten zu brisanten Themen fungiert; zum Christopher Street Day talkt die Community unter dem Titel "neu ! Ulm outet sich"; und diese Woche präsentierte die bürgerschaftliche Initiative " Wir in Neu-Ulm" ihre druckfrische, aufwendige Informationsbroschüre "Neu-Ulm inside" der Öffentlichkeit. Ein schönes Fest, Dank an und Ansporn für die Beteiligten zugleich, Abschluss einer Etappe und Startschuss für weitere in einem gleichzeitig vorgelegten Strategiepapier skizzierte Aktivitäten.
Die Broschüre informiert nicht nur über Potentiale der Neu-Ulmer Innenstadt, nein, sie bietet auch einen darüber hinaus gehenden Mehrwert: enthält sie doch jede Menge Boni und Rabatte, welche die im Heft vertretenen Firmen anbieten. Die Broschüre ist durch die Zusammenarbeit der Neu-Ulmer Innenstadt-Aktivisten zustande gekommen. Und auch das Fest, mit dem das erste Etappenziel gefeiert wurde, war eine Gemeinschaftsleistung mit Angeboten für Leib und Seele, erbracht vom in ganz ungewöhnlicher Weise beteiligten und engagierten Designbüro über Leute aus der Stadtverwaltung bis zu hin zu Gastronomen, Weinspezialisten, Bäckern, Metzgern, Konditoren und Helfern - sowie von uns Theatermenschen.
Der "Schirmherr" der ganzen Aktivitäten, Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg, welcher viele der vorbereitenden Schritte persönlich begleitet hatte, zeigte sich ganz offensichtlich sehr angetan von so viel Neu-Ulm-Begeisterten und versprach hoch und heilig, auch das Weitere von Herzen zu unterstützen.
Den vielen positiven Kommentaren nachher war zu entnehmen: Dem Publikum hat das Gebotene ausnehmend gut gefallen. Es gab sogar direkt nachher ein Anschluss-Engagement. Und so mancher fragte sich laut: "Wieso bin ich nicht früher schon öfter hier gewesen?" Insbesondere gibt es, juhu, durch den überzeugenden Auftritt enormen Rückenwind für das Projekt "Pocket-Klassiker-Biennale", welches ja Neu-Ulm wiederum etwas Besonderes bringt.
Zentrale Szene war übrigens die im Ruhrpottslang (Jürgen von Manger) hingefetzte und auf Schwäbisch (Luise Häberle) kongenial parierte Story, wie Heinz nach Neu-Ulm kam und von einer Passantin (wieder fulminant: Claudia) wissen wollte, wie er in die Ulmer City gelangt.
Neu-Ulm mausert sich ...