Meist kommen PolitikerInnen kurz vor einer Wahl darauf, so zu tun, als seien sie auch an Künstlern und ihren Problemen interessiert. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen im Wahlkreis Neu-Ulm, die stellvertretende Vorsitzende der "Grüne"-Bundestagsfraktion Ekin Deligöz, verhielt sich antizyklisch: Sie hatte heute ganz unkonventionell zu einem Tässchen Tee ins Theatercafé eingeladen, nicht, weil eine Wahl bevorsteht, sondern weil sie nämlich in ihrer Fraktion ein neues Aufgabengebiet übernommen hat:
Sie ist die "politische Koordinatorin" des Arbeitskreises 5 (Wissensgesellschaft und Generationen) in dem behandelt werden die Themen:
Kinder, Familie, Jugend, Demografische Entwicklung & Altenpolitik, Bildung, Forschung, Hochschulen, Kultur, Medien, Frauen und Gender, Technologiepolitik.
Frau Deligöz ist, so unser Eindruck, sehr erpicht darauf, sich sachkundig zu machen und dann kompetent zu agieren.
Jetzt könnte die Schwarmintelligenz mehr als einen Stich machen:
In diesem Arbeitskreis 5 ist doch offenbar miteinander verknüpft jede Menge von dem, was Künstler direkt und indirekt angeht, sie bewegt, wofür sie arbeiten (wenn sie nicht l'art pour l'art machen).
Also: Gebt Eure heimlich gesponnenen Ideen preis und sagt, was "die Politik" tun könnte, um das Potential der KünstlerInnen auszuschöpfen, ohne sie auszubeuten oder zu instrumentalisieren. Lasst uns zusammentragen, was die Gesellschaft für uns tun könnte, damit wir etwas für die Gesellschaft tun können. Ich wette, viele von Euch haben was auf Lager.
Geht auf mein posterous-blog und nutzt die Kommentar-Funktion. Frau Deligöz und andere PolitikerInnen lesen hier mit. Es könnte ein Dialog entstehen.
Andere web 2.0-Möglichkeiten:
http://twitter.com/ekindeligoez
http://www.facebook.com/ekin.deligoez
Und ganz wichtig: der Link zum Schlussbericht der Bundestags-Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland".
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