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Dienstag, 14. Juni 2011

Ausgezeichnet - "Helden"-Farce

Die „Helden auf dem Abstellgleis“ haben sich mit Ruhm bekleckert: bei den 29. Bayerischen Theatertagen (Bamberg, 24. Mai bis 11.Juni 2011). Dort war der finale Auftritt für die "Helden". Erfolgreich! Das AuGuSTheater Neu-Ulm spielte seine selbstverfasste Farce in Bamberg zum letzten Male und legte sie dann ad acta. Und wurde dann richtig überrascht, weil seine "Helden auf dem Abstellgleis" sowas wie einen Orden bekamen:
Die Jury vergab einen Sonderpreis an die Neu-Ulmer Profibühne. So die Information des veranstaltenden E.T.A.-Hoffmann-Theater (Bamberg). Katja Hofmann, die für die Organisation verantwortliche Dramaturgin, schreibt den Neu-Ulmern (die bei der Schlussfeier nicht anwesend sein konnten, weil sie zur selben Zeit selbst wieder auf der Bühne standen) unter anderem: "Natürlich gibt es auch eine wunderschöne Urkunde, von allen sieben Fachjuroren unterschrieben und sogar in einer Mappe in 'unserem' E.T.A.-Hoffmann-Theater-rot". An den Theatertagen hatten  27 Theater mit 44 Stücken teilgenommen. Alle Preise in Kurzfassung dokumentiert unter anderem
„Fast alle Stücke, die bei den 29. Theatertagen zu sehen waren, folgten brav dem Guckkastenprinzip und trennten das Publikum vom Geschehen auf der Bühne. Eine der wenigen Produktionen, die nicht nur vom Spielort her beweglicher waren, lieferte das AuGuSTheater Neu-Ulm …“
So leitet Monika Beer ihre Rezension im „Fränkischer Tag“ ein. Die Redakteurin war zugleich eins der sieben Jurymitglieder, welche diese "Beweglichkeit" der Neu-Ulmer freien Profi-Bühne auch mit dem Sonderpreis würdigten. Beer zum Stück:
„Es ist ein ganz beiläufig wirkender Parforceritt durch das Leben an sich um im Besonderen, ein Diskurs von drei in die Jahre gekommenen Männern, der haarscharf, aber elegant an platter Küchen-Philosophie und –Psychologie vorbeischrammt.“
Melanie Macht hat für „Feki.de - Die Bamberger CommUNIty“ die Vorstellung gesehen und schreibt unter anderem:
"Die Produktion des AuGus-Theaters Neu-Ulm unter der Regie von Claudia Riese ist absurdes Theater vom Feinsten. Die Charaktere Mario, René, Sigmund und Schwester Doris werden hervorragend dargestellt von Heinz Koch, Richard Aigner, Gerard Hulka und Lena Böhm. So ungewöhnlich wie das Stück selbst ist auch der Spielort. Gespielt wird im  Showroom Müller 7, einem Einrichtungshaus in der Markusstraße 12 a in Bamberg. Das Publikum darf bis zum Schluss auf Designerstühlen sitzend,  75 Minuten lang amüsante, rührende und nachdenkliche Momente erwarten."

Sonntag, 21. März 2010

Die Welt ist wieder mal zum Speien

Ja, jetzt liegt dieser Sonntag (fast) hinter uns.
Er war durchwachsen, was das Allerweltsthema Wetter angeht.
Meist hab ich gefroren, obwohl doch der Frühling kommen sollte.
Ansonsten hab ich viel Zeit damit verbracht, einen Mitschnitt unserer gestrigen Aufführung editierbar zu machen.
Ich konnte die Aufnahme gar nicht vom Camcorder auf den PC bringen.
Wäre wichtig, weil wir zwei Schauspielerinnen für die Herbstaufführungen umbesetzen müssen und ihnen eine DVD zum Lernen der (Über)-Gänge zur Verfügung stellen wollten. Noch weiß ich nicht, ob ich zu Potte komme.

Ansonsten hab ich den "Spiegel" dieser Woche nachgelesen - ehe morgen der Neue kommt und ich so sehr im Verzug bin ... Die Lektüre hat mich wg. verschiedener Geschichten wieder völlig aus den Socken gehauen: Die Welt ist einfach zum Kotzen.

Nur wir, auf der Bühne, wir sind berechenbar - wir lügen ja eingestandenermaßen: Wir sind nicht die, die wir zu sein vorgeben, wir reden, was jemand anders uns (vor)geschrieben hat, wir tun so, als fühlten wir das, was wir zu fühlen vorgeben, und wir denken was ganz anderes als was die da unten glauben, was wir denken.

Das alles unterscheidet uns, wenn wir auf der Bühne unsere Arbeit machen, von denen, die so tun, als würden sie nicht spielen. Aber hallo: An dieser Stelle könnte ich Kuchen schreien wegen der miserablen Mimen namens Köhler, KaTe, WW, Bene und wie sie alle heißen.

Gut, gut, jetzt mach ich nch ein ganz wenig am PC, dann lern ich Text und morgen ist ein neuer Tag, mit Zahnarzt, Gymnastik und vielleicht einem Kabarettbesuch bei Venske und Busse (in Augsburg).

Posted via email from augustheater's posterous

Mittwoch, 24. Februar 2010

das blog des Monats auf theaterblogs.de: AuGuSTheater Neu-Ulm

Wer's nicht weiß: "theaterblogs.de" ist das kompletteste Portal für Theaterleute. Überwiegend Schauspieler und Schauspielerinnen, aber auch Regisseure, Ausstatter, Dramaturgen und andere Berufe sind da vertreten, einige wenige Ensemble, aber außer uns kein Theater. "theaterblogs.de" ist der Zwilling von "theaterjobs.de" (mit dessen Hilfe wir vom AuGuSTheater Neu-Ulm in den letzten Jahren per Stellenausschreibung fast ausschließlich alle Vakanzen besetzt haben - und zwar mit sehr guten Kolleginnen und Kollegen).

Gerade hat die Moderatorin (Administratorin) von "theaterblogs.de", Renate Panke, unser blog zum "blog des Monats" gekürt. Warum das so ist, hat sie hier auf "theaterblogs.de" ausführlich begründet.

Blogs des Monats:

Autonomes Goethe- und Schiller-Theater

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Sie waren schon einmal "Blog des Monats", die Macher vom AuGuSTheater Neu-Ulm. Mehr als drei Jahre liegt das jetzt zurück – theaterblogs.de steckte seinerzeit noch in den Kinderschuhen. Und sie haben es sich wirklich verdient, ein weiteres Mal in dieser Rubrik zu stehen. Denn bei Heinz Koch und Claudia Riese handelt es sich um Internetaktivisten der Sonderklasse. Kaum ein anderer Theaterblogger / eine andere Theaterbloggerin schreibt so eifrig, probiert mit dermaßen viel Spaß neue Dinge aus oder zeigt einen solch langen Atem wie das Duo aus Bayern. Man fragt sich immer, wo nehmen die beiden bloß die Zeit und die Power her?
In ihrer Anfangszeit firmierten sie noch unter dem Namen "Provinzticker". Doch während wir anderen uns erst langsam ans Bloggen herantasten mussten, griffen die beiden sofort begierig nach allen Blogwerkzeugen, die sie nur kriegen konnten und warfen ihre Infos spielerisch-lustvoll ins Netz: Hier eine Meinung zum Weltgeschehen, dort ein Zitat, da ein interessanter Link, flugs ein anderes Blogprofil, schnell noch eine Freundschaft geschlossen oder einen Beitrag auf einem der anderen Blogs kommentiert. Wer den Blog des AuGuSTheaters aufrief, war geblendet von einem Potpourri an Bildern in wilden Farben und in allen Größen, ergänzt mit selbstgemachten Videos, so dass dem Besucher ganz blümerant vor Augen wurde.
"Die ticken richtig", lautete jener Zeit selbstbewusst der Bloguntertitel des AuGuSTheaters. Wer sich das rasante Tempo vergegenwärtigt, mit dem die Neu-Ulmer in den vergangen drei Jahren die schöne neue Welt des Mitmachinternets durchfegt und deren Potenziale für sich genutzt haben, dem bleibt wohl nur festzustellen, dass bei den beiden tatsächlich eine ganze Menge richtig ticken muss.
Obwohl das Bloglayout des einstigen „Provinztickers“ im Laufe der Zeit etwas gediegener und strukturierter geworden ist – nun wird auch auf den vollen Namen "Autonomes Goethe- und Schiller-Theater Neu-Ulm" Wert gelegt – hat das Theaterleiter-Duo in punkto Webaktivität nichts an Vitalität verloren. Im Gegenteil: Twitter, Xing, myspace, facebook, mixxt, sevenload, youtube – kein Kanal des Web 2.0, auf dem die beiden nicht zu hören, zu sehen oder zu lesen wären. Und das sind nur die gängisten. Wer die gesamte Liste an sozialen Netzwerken, Bloggergemeinschaften, Foto- und Video-Plattformen etc. sehen möchte, bei denen das AuGuSTheater mitmischt, der sei auf ihre Website-Rubrik "net-Präsenz" verwiesen.
Theaterleiter Claudia Riese und Heinz Koch nutzen besser denn je alle Register, um sich und ihr Theater im Web zu präsentieren. Und damals wie heute lässt sich das Profil des Blogs mit nur einem Satz auf den Punkt bringen: „Wer bin ich - und wenn ja - wie viele?“
Renate Panke
Hier gibt es die Blogs der vergangenen Monate